Was Mode ist und wird, entsteht bei den Menschen auf der Straße, wird in Bars und Clubs, im Beruf und auf den großen Bühnen der Aufmerksamkeitsökonomie zur Schau gestellt. Dass Ikonen der Popkultur wie Lady Gaga, La Roux oder eben Lily Allen zu Leitbildern avancieren, ist kein Zufall. Sie sind echt, man glaubt es ihnen. So gesehen ist der Trend hin zum Soft Rock auch kein Zufall.
All dies, nicht allein, aber in wachsendem Maße, prägt das Schaffen der Designer. Ebenso Online-Straßenfotos, die tausendfach und in zum Teil wunderbarerer Ästhetik über Blogs unterschiedlichster Couleur angesehen und abgerufen werden können, bilden sie eine mediale Symbiose zwischen Realität und Kreation. Plötzlich ist jeder offen für Rock-Glamour. Bis zum Anschlag hochgerüstete Rockgroupies tragen Nappa-Leggings, Bikerjacken, hart geschnittene Blazer und nietenbezogene High-Heels und Taschen. Dabei ist das, was erstaunt, nicht nur die Mode der Unter-Zwanzigjährigen, sondern die aktuelle Frühlingskollektion der Trend-Designer. Daniele Alessandrini, Dondup oder Frankie Morello sowie Gold Case langen ordentlich hin. So ist die Mode wieder näher bei den Menschen. Das ist gut – für die Mode und die Menschen. |